Vereinschronik

Chronik der Neustädter Sportschützen e.V.

1960 – 1970

Am 13. September 1960 wurde der Verein im Beisein der Offiziere der Neustädter Schützengesellschaft und Vertretern des Landes-, sowie Kreissschützenverbandes im Clubzimer der Gastwirtschaft “Stadt Hannover” an der Nienburger Straße gegründet.

Als Gründungsmitglieder sind Joachim Neumann, Kunibert Schmidt, Heinz Wagner und Heinrich Hanebuth bekannt.

Bis zur ersten Wahl wurde Martin Bergmann kommissarischer erster Vorsitzender.

Der Schießbetrieb wurde am 11. Oktober 1960 aufgenommen. Man schoss zuerst mit geliehenen Luftgewehren auf dem Saal des Hotels „Stadt Hannover“, da der offene Schießstand an der Suttorfer Straße nicht zum Luftgewehrschießen genutzt werden konnte.

1961 ist dann Erhard Klang zum ersten Vorsitzenden gewählt worden.

1962 wurde im Februar die Damenabteilung gegründet.

1964 folgte die Jugendabteilung. Es wurde auch das Vereinsabzeichen herausgegeben.

Die Neustädter Sportschützen erfreuten sich in den Jahren größerem Zuspruchs und die Mitgliedzahl stieg bereits in den ersten vier Jahren von 15 auf 50 Mitglieder.

1965 erfolgte dann der Eintrag in das Vereinsregister.

Es wurden in Eigenleistung zwei KK-Stände errichtet, die sich auf dem alten Schießstand von Neustadt an der Suttorfer Straße befanden.

1966 wurde unsere Fahne geweiht.

1967 hatten wir den ersten Tiefschlag der Vereinsgeschichte. Die KK-Anlagen wurden beim Umbau des alten Schießstandes mit abgerissen und durften beim Wiederaufbau des Schießstandes nicht wieder mit errichtet werden.

1969 folgte dann der nächste Tiefschlag in dem der Saal des Hotel „Stadt Hannover“ zu einem Supermarkt umfunktioniert wurde und die Luftgewehrstände im Saal somit wegfielen. Wir zogen daraufhin in die ehemalige Garderobe des Hotels um.

Fast 25 Jahre hatten wir dort, in teilweise drangvoller Enge, ein geregeltes und erfülltes Vereinsleben. In der Folgezeit steigerten sich die Erfolge und auch die Mitgliederzahlen weiter. Unzählige Meistertitel auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene wie auch Siege bei Rundewettkämpfen sind Zeitzeugen aus dieser Ära.

1963 und 1965 stellten die Neustädter Sportschützen e.V. den Kreiskönig des KSV Neustadt/Rbge.

1967 wurde der erste Platz beim Landesdamentreffen in Northeim mit der Mannschaft und in der Einzelklasse LG belegt.

In den Jahren 1966, 1968 und 1969 wurde das „Grüne Band“ des KSV Neustadt/Rbge gewonnen.

1970 – 1980

1970 richteten wir das Kreisschützenfest aus. Es wurde Ein Fanfarenzug gegründet der den Namen „Robin Hood“ trug und dort vorgestellt wurde.

1972 Fritz Jonat wird Erster Vorsitzender

Durch den damaligen Bürgermeister Fritz Temps angeregt veranstalteten die Neustädter Sportschützen e.V. herausgehend aus dem Kreisschützenfest ein Herbstfest, das von da an jährlich im Herbst auf dem Hüttengelände an der Landwehr ausgerichtet wurde.

1973 die LP Jugendmannschaft belegt bei der Landesmeisterschaft und der Deutschen Meisterschaft den 3. Platz.

1974 erneute Teilnahme eine Jugendschützen bei der Deutschen Meisterschaft.

1975 Ausrichtung des Kreisschützenfests zum 15-jährigen Bestehen unseres Vereins. Ein großes öffentliches Pokal und Sachpreisschießen wurde durchgeführt und am Umzug beteiligten sich 60 Marschgruppen, davon 31 Musikzüge. Joachim Jacksch wurde Kreiskönig.

In all den Jahren wurde zusätzlich auch ein Königsball durchgeführt, der in der Öffentlichkeit großen Anklang fand.

1980 – 1990

1981 wird ein Jugendlicher Landesmeister in der Disziplin Luftpistole und im gleichen Jahr fahren zwei Jugendliche in einer LP-Mannschaft des KSSV Neustadt zur Deutschen Meisterschaft.

1984 Willi Helfst wird Erster Vorsitzender

1984 werden die Handkurbeln durch elektrische Zuganlagen ersetzt und der Schießstand so hergerichtet, daß sich dieser auch für interne Veranstaltungen nutzen läßt.   Ein Jugendlicher belegt bei den Deutschen Meisterschaften den 5. Platz in der Disziplin Luftpistole.

1985 entsenden wir eine Schützin zu den Deutschen Meisterschaften.

Durch sinkendes Interesse tritt 1985 der „MC Robin Hood“ nicht mehr auf. In den Folgejahren wird versucht die Musiksparte wieder neu zu beleben, was aber nur mit mäßigem Erfolgt gelingt. 1990 löst sich der “MC Robin Hood“ dann endgültig auf und ein paar verbliebene Musiker wechseln zu den Schützen.

Auf Initiative einiger Mitglieder wird dann 1992 mit der Gründung der „Schlossgarde“ noch einmal ein Neuanfang mit einem Musikzug gewagt.

In den achtziger Jahren verliert erst das Herbstfest an Bedeutung und wird schließlich nach erfolgloser Suche nach einem Festwirt 1985 eingestellt. Weiter verliert auch der jährlich stattfindende Königsball zuerst an Besuchern, dann durch Schließung des Saals durch den Eigentümer auch den Veranstaltungsort und wird mangels geeignetem anderem Ort und niedriger Besucherzahlen 1990 dann ebenfalls eingestellt.

1988 Günter Kutyniok wird Erster Vorsitzender

1990 – 2000

1993 Helmut Knospe wird Erster Vorsitzender

1993 wird das Mietverhältnis des Schießstands in den „Calenberger Stuben“ (ehem. Hotel „Stadt Hannover“) nach fast 25 Jahren durch den Eigentümer des Gebäudes gekündigt. Es beginnt die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten. Es finden schon im Vorfeld Gespräche statt, die seinerzeit auf drei Anlagen schießenden fünf Vereinigungen in Neustadt gemeinsam unter ein Dach zu bringen. Die Einzelinteressen ließen sich aber nicht zusammenbringen.

Wir zogen daraufhin in das Schützenhaus der Neustädter Schützengesellschaft am Schützenplatz um. Die bis dahin dort zusätzlich ansässigen Schießsportfreunde Neustadt lösen sich auf und wir übernehmen die vorhandene technische Einrichtung des Luftgewehrstandes, der in der Zwischenzeit in dem vormals komplett offenen Stand errichtet wurde.

Auf Veranlassung der „Schlossgarde“ wird 1994 die Bezirksmeisterschaft Verband Schaumburg Lippe von den Neustädter Sportschützen e.V. ausgerichtet.

1994 feiert die Jugendabteilung ihr 30-jähriges Bestehen.

Bedingt durch immer wieder auftretende Spannungen zwischen Musikern und Schützen findet 1996 die Trennung der „Schlossgarde“ und der Neustädter Sportschützen e.V. statt. Es wird gleichzeitig beschlossen zukünftig keinen Musikzug mehr zu betreiben.

1996 Fritz Jonat wird Erster Vorsitzender

Peter Schröglmann wird 1996 Stadtmeister

Durch fortwährend auftretende Schwierigkeiten bei der Umsetzung unserer Vereinstermine zur Durchführung eines geregelten Vereinsbetriebs im Schützenhaus erwägen wir einen erneuten Umzug.

Im Jahr 1997 ziehen wir dann abermals um. Zusammen mit dem Jägercorps der Stadt Neustadt und dem Schießclub zur Landwehr schießen wir mangels anderer verfügbarer Räumlichkeiten auf den Schießstand in der „Gilde Klause“ an der Landwehr in Neustadt.

1998 feiert die Damenabteilung ihr 35-jähriges Bestehen.

Die Jugendabteilung richtet ein Preisschießen aus und lädt Vereine aus dem Umland ein, welches großen Zuspruch findet.

1999 finden in Zusammenarbeit mit den beiden anderen Vereinen verschiedene Umbauarbeiten im Schießstand statt. So wird die Decke des Schießstandes abgehängt und durch Versetzen einer Wand der Aufenthaltsraum vergrößert. Auf Grund neuer Richtlinien muß die Anzahl der Schießstände um einen auf vier reduziert werden, die aber auch dort nun elektrische Zuganlagen erhalten.

2000 – 2010

2000 Vierzig-jähriges Bestehen der Neustädter Sportschützen e.V. – es findet erstmals nach Einstellung der Königsbälle wieder ein öffentlicher Kameradschaftsabend zu diesem Anlass statt.

2003 Sören Siebert wird Erster Vorsitzender.

2003 öffnen wir eine eigene Internetseite.

2007 Andreas Moldenhauer wird Erster Vorsitzender.

2007 wird mit unserem Mitglied Stephan Wehking erstmals seit Bestehen der Stadtmeisterschaften in Neustadt ein Jugendlicher Stadtmeister.

2008 stellen wir den Kreismeister in der Schützenklasse in der bis dahin für die Neustädter Sportschützen e.V. nicht durchgeführten Disziplin Perkussionspistole.

Nach kontinuierlichem Rückgang der Mitgliederzahlen seit Mitte der neunziger Jahre, vorrangig im Bereich der Jugendabteilung, sind 2008 wieder zwölf Jugendliche Mitglied der Neustädter Sportschützen e.V., die auch mit sportlichen Erfolgen aufwarten können. Bedingt durch abermals fortlaufend auftretende Schwierigkeiten bei der Koordinierung unserer Termine mit der “Gilde-Klause” hält der Zustand leider nicht an und es ist abermals ein weiterer Rückgang der Mitgliederzahlen zu verbuchen.

Es kommt der Gedanke auf die Neustädter Sportschützen e.V. aufzulösen – der Durchhaltewille der verbliebenen Mitglieder ist auf dem Nullpunkt angekommen.

Noch im selben Jahr folgt dann ein letzter Versuch der Rettung. Wir stellen unser Vereinsprogramm komplett um und entwickeln parallel dazu ein speziell auf Neustadt ausgerichtetes Schießen auf 10 Meter mit Preisen aus Vollsilber analog zum 100-Meter-Schießen des Schützenfestes.

Seit den letzen Hebstfesten Ende der achtziger Jahre veranstalten wir nun erstmals wieder öffentliche Schießen, die im größeren Stil angelegt sind und sich nach und nach steigender Teilnehmerzahlen und Beliebtheit erfreuen.

Die Entscheidung nicht ausschließlich nur Trainingsschießen zu Wettkampfzwecken durchzuführen, sondern zusätzlich mehr Augenmerk auf die Wünsche unserer Mitglieder und Besucher zu legen erweist sich bisher als richtig – das Interesse und die Besucherzahlen steigen seit dem stetig an und auch der seit Jahren anhaltende Mitgliederschwund ist vorerst gestoppt.

2010 – heute

2010 Fünfzig-jähriges Bestehen der Neustädter Sportschützen e.V.

2014 Andreas Moldenhauer gewinnt den Löwenpokal beim Schießen der Bundeswehr in Langendamm.

2016 fällt die Entscheidung der “Gilde-Klause” den Bewirtungsbetrieb einzustellen und die komplette Gaststätte zu schließen. Ein erneuter Umzug steht nach 20 Jahren an. Seitens der Schützengesellschaft Neustadt werden wir schon Anfang 2015 angesprochen, ob wir nicht wieder ins Schützenhaus einziehen möchten. Da dort leider auch kein regelmäßiger Vereinsbetrieb gewährleistet ist, scheitert das Vorhaben vorerst aus organisatorischen Gründen zwischen dem Pächter der Gaststätte im Schützenhauses und uns.

Im weiteren Verlauf fanden dann trotzdem weitere Gespräche zwischen Schützengesellschaft, uns, dem Jägercorps und dem Schießclub statt ob eine gemeinsame Nutzung des Schießstandes an der Suttorfer Straße möglich ist, da auch dort ein Wechsel des Pächters der Gaststätte anstand.  Kurz vor Abschluß der Verhandlungen sorgte dann der Rückzug des Jägercorps fast noch für ein abermaliges Scheitern.

Daraus geht dann hervor, daß die Neustädter Sportschützen e.V. zusammen mit dem Schießclub zur Landwehr (seitdem umbenannt in Schießclub Neustadt) nun zu dritten Mal ins Schützenhaus einziehen und dort im Januar 2017 gemeinsam den Schieß- und Vereinsbetrieb aufnehmen.

Die 20 Jahre zuvor eingestellten Arbeiten im Schießstand werden fortgesetzt. Die Öffnungen nach draußen erhalten zudem neue Türen und  werden abgedichtet. Der Schießstand wird den neuen Richtlinien angepasst, neue Zuganlagen sowie Beleuchtung aufgebaut und der bis dahin offene Fußboden abgedeckt.

2020 werden die Neustädter Sportschützen e. V. 60 Jahre alt.

Unsere Vereinskönige

Unsere Erfolge beim Neustädter Schützenfest

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